INHALT
Verantwortlich reisen: fang mit kleinen Schritten anGute Absichten reichen nicht immer ausLade kostenlos unsere Broschüre „Kleine Gesten, große Wirkung“ herunter7 Stolperfallen, wenn man alles richtig machen will1. Ökologisch einkaufen – ja, aber bitte regional2. Reiselust teilen … auf Kosten der besuchten Orte3. Wenn digitaler Komfort die Umwelt belastet4. „Grüne“ Apps nutzen … ohne hinter die Kulissen zu schauen5. Nachhaltige Aktivitäten … oder nur Marketing?6. Ein grüner Anstrich – aber nichts dahinter7. Verantwortung bedeutet: Schritt für SchrittBesser reisen, im eigenen Tempo
Verantwortlich reisen: fang mit kleinen Schritten an
Gute Absichten reichen nicht immer aus
Heutzutage wird viel über nachhaltiges Reisen gesprochen. Den ökologischen Fußabdruck reduzieren, Orte respektieren, lokale Initiativen unterstützen … Die Absicht ist ehrlich, und wird immer häufiger geteilt.
Doch auch mit bestem Willen kann man Fehler machen. Oft sogar unbewusst, weil man Gewohnheiten wiederholt oder einfach nicht genug Informationen hat.
Das ist kein Drama. Wichtig ist, sich dieser Widersprüche bewusst zu werden und seine Entscheidungen schrittweise anzupassen. Nachhaltigkeit im Tourismus bedeutet nicht Perfektion, sondern Lernen, Weiterentwicklung und Konsistenz.
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In diesem Artikel zeigen wir Ihnen 7 häufige Fehler, die selbst verantwortungsvolle Reisende machen können, und wie Sie sie ganz einfach, ohne Druck, vermeiden können. Und um dir zu helfen, von der Theorie in die Praxis zu gehen, haben wir einen kostenlosen Leitfaden vorbereitet:
„Kleine Gesten, große Wirkung“.
Darin findest du:
-
Tipps zum Sparen von Wasser und Energie während deines Aufenthalts
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Einfache Gewohnheiten zur Müllvermeidung
-
Verantwortungsvolles Verhalten auf dem Campingplatz und in der Natur
-
Beispiele für nachhaltige Aktionen auf unseren Campingplätzen
[Kostenlosen Leitfaden herunterladen]

Immer öfter hört man, dass man „besser konsumieren“ soll. Doch ein ökologisches Produkt ist nicht automatisch nachhaltig, vor allem wenn es um die halbe Welt gereist ist, bevor es in Ihrem Rucksack landet.
Ein einfaches Beispiel: Eine importierte exotische Frucht wie eine Avocado verursacht beim Transport rund 2 kg CO₂ pro Kilo (per Schiff, LKW) (
Quelle), was dem CO₂-Ausstoß von lokalem Käse entsprechen kann – nur durch den Transport.
Wer den ökologischen Fußabdruck reduzieren möchte, sollte auf lokale Produkte, Saisonalität und kurze Lieferketten achten. Eine lokal angebaute Avocado verursacht nur etwa 0,3 kg CO₂e/kg!
Das ist meist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch stimmiger mit einer konsequent gelebten ökologischen Haltung.
Tipp: Besuchen Sie regionale Märkte oder essen Sie in Restaurants, die saisonale und lokale Produkte verwenden. Auf Plattformen wie
Costa Brava Pirineu de Girona, bei lokalen Tourismusbüros oder Gemeindewebseiten finden Sie Infos zu Märkten und Veranstaltungen in der Nähe der Campingplätze.
Ein einzelnes Foto in den sozialen Netzwerken kann einen bislang unbekannten Naturort in den Mittelpunkt rücken. Schnell wird dieser Ort von Overtourismus betroffen, vor allem, wenn er empfindlich ist oder nicht auf viele Besucher vorbereitet.
Auch mit den besten Absichten kann man unbeabsichtigt zur Schädigung eines Ortes beitragen: zertrampelte Vegetation, Müll, Lärm …
So reduzieren Sie die Auswirkungen:
- Vermeiden Sie präzise Geotags.
- Weisen Sie auf weniger bekannte Alternativen hin.
- Teilen Sie lokale Projekte (z. B. Strandreinigung, geführte Touren, Gemeinschaftsinitiativen).
Im Urlaub, endlich Zeit … eine Serie im Stream, scrollen auf Social Media, Videos teilen. Klingt harmlos, hat aber globale Folgen.
Der digitale Fußabdruck umfasst den gesamten Energieverbrauch von Servern, Rechenzentren und Netzwerken. Und der ist beträchtlich.
Sie müssen nicht verzichten, nur bewusst handeln:
- Offline-Modus aktivieren
- HD-Videos reduzieren
- Den Moment offline genießen
Sie buchen Transport oder Unterkunft über eine App, die „CO₂-neutral“, „emissionsfrei“ oder „umweltfreundlich“ wirbt? Klingt gut, aber Nachhaltigkeit umfasst mehr als CO₂.
Viele Anbieter, die sich als nachhaltig positionieren, missachten Arbeitnehmerrechte: schlechte Bezahlung, fehlende Verträge, algorithmischer Druck. Das ist keine Seltenheit, auch bei „Tech“-Marken.
Im Tourismus betrifft das auch Essenslieferdienste, private Shuttles, autonome Fahrradvermietungen und sogar Unterkünfte.
Wer wirklich nachhaltig reisen will, muss soziale Verantwortung genauso berücksichtigen wie Umweltaspekte.
Beispiel: Leihen Sie Fahrräder lieber im lokalen Fachhandel als über eine anonyme App. In den meisten unserer Campingplätze können Sie direkt an der Rezeption oder bei einem lokalen Partner ein Fahrrad mieten, bequem und mit Unterstützung für lokale Gemeinschaften.
Einige touristische Erlebnisse werben mit „authentisch“, „lokal“ oder „ökologisch“. Doch oft verbergen sich dahinter Angebote, die nicht gut organisiert oder sogar problematisch sind.
Beispiele: Naturausflüge ohne Rücksicht auf Tiere, folklorisierte Workshops oder der Umgang mit Tieren ohne Kontrolle. Diese Angebote widersprechen den Prinzipien des nachhaltigen Tourismus.
Wie erkennt man wirklich nachhaltige Aktivitäten?
- Fachlich geschulte Betreuung (Guides, Animateure)
- Aktive und faire Einbindung der lokalen Gemeinschaft
- Kein Eingriff in Natur oder Lebensrhythmen

Ein paar Naturbilder, ein clever gewählter Slogan, und schon wirkt ein Angebot umweltbewusst. Aber nur weil jemand „eco-friendly“ schreibt, heißt das nicht, dass es auch so ist.
Das nennt man Greenwashing: Umweltengagement vortäuschen ohne Belege oder echte Maßnahmen, besonders verbreitet im Tourismus.
So schützen Sie sich:
- Fragen Sie nach konkreten Maßnahmen: Mülltrennung, Solarpaneele, Wassersparsysteme, Gäste-Sensibilisierung …
- Achten Sie auf sichtbare Hinweise vor Ort: Beschilderung, konkrete Aktionen, engagiertes Personal
- Recherchieren Sie anerkannte Umweltzertifizierungen, sie sind ein verlässlicher Beleg für echte Nachhaltigkeit im Unternehmen
In einigen Sènia-Campings finden Sie Kompostierer, Solarbeleuchtung oder klar gekennzeichnete Mülltrennung. Diese greifbaren Taten sind aussagekräftiger als ein beliebiges Logo.
Nachhaltiger Tourismus heißt nicht, sofort alles perfekt zu machen. Sondern das Beste zu geben, ehrlich zu sich selbst zu sein, und sich weiterzuentwickeln.
Bewusster reisen heißt nicht, auf Komfort zu verzichten oder makellos zu handeln. Es ist eine Gelegenheit zu lernen, sich anzupassen und sich regelmäßig zu hinterfragen.
Und wenn mal etwas schiefgeht? Kein Urteil. Beobachten, anpassen … und beim nächsten Mal besser machen.
Wie man so schön sagt: Nicht das Ziel zählt, sondern der Weg. Nachhaltiges Reisen ist ein Prozess, jede Erfahrung bringt uns ein Stück weiter.

Nachhaltiger Tourismus ist kein Trend und kein starres Regelwerk. Es ist eine neue Perspektive: auf den eigenen Einfluss achten, offen bleiben für Veränderung.
Man kann nicht alles kontrollieren oder sofort verbessern. Aber man kann kleine Schritte gehen, die richtigen Fragen stellen, bewusster konsumieren, gezielt unterstützen, respektvoll reisen.
Zum Beispiel: Berechnen Sie Ihren ökologischen Fußabdruck oder informieren Sie sich über den Einfluss Ihres Konsums, ein erster Schritt zum Umdenken. Wenn Sie mehr wissen möchten,
finden Sie hier weitere Infos.